Social Media Update: LinkedIn, Facebook & Twitter im Personalmarketing

Ich habe mich gestern nach einem halben Jahr mal wieder bei LinkedIn eingeloggt – da ist ja mittlerweile richtig was los!

Hast du dich schon mit LinkedIn beschäftigt? Wenn nicht, dann solltest du das schnellstmöglich tun. Denn genau wie meine Bekannte, mit der ich mich vor kurzem über soziale Netzwerke unterhalten habe, verpasst du dort einiges. Was und wen du mit LinkedIn erreichen kannst – und viele weitere Infos zu sozialen Netzwerken – haben wir dir in unserem Social Media Update zusammengefasst.

Social Media Update: Auf LinkedIn Experten & Fachkräfte finden

LinkedIn hatte in Deutschland einen ähnlich schweren Start, wie Facebook vor mehr als zehn  Jahren. Facebook konkurrierte damals mit dem deutschen Netzwerk “StudiVZ”. Ich selbst habe mich 2007 bei Facebook angemeldet – dort aber nur selten kommuniziert. Und wenn, dann mit internationalen Freunden. Ein paar Jahre hat es gedauert, bis schließlich auch fast jeder deutsche Kontakt bei Facebook vertreten war. Ähnlich verhält es sich mit den Netzwerken XING und LinkedIn. Lange war auch LinkedIn eher eine Plattform für die internationalen Kontakte, auf der man sich eher rar machte. Das hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. LinkedIn ist nicht mehr “nur” ein Adressbuch voller Business-Kontakte. LinkedIn ist längst zu einem Marktplatz geworden, auf dem Experten ihr Wissen austauschen und miteinander teilen.

Schon visuell hebt sich LinkedIn deutlich von XING ab: Nicht mehr die Kontakte stehen im Mittelpunkt, sondern das Wissen. Es gibt einen Newsfeed, der Facebook stark ähnelt. Hier werden Links, Fotos und Videos geteilt, Kommentare und Artikel veröffentlicht. Spannende Artikel zu unterschiedlichen Fachthemen werden längst nicht mehr so exzessiv auf Facebook geteilt, wie auf LinkedIn. Verbringt man einige Stunden mit der Plattform wird deutlich: Hier treffen Experten unterschiedlicher Fachgebiete aufeinander und teilen ihr Wissen. Das ist besonders für Unternehmen und Arbeitgeber spannend: Denn die eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte werden hier zu Markenbotschaftern. Anders als bei XING ist LinkedIn “offener” und auch Nicht-Kontakte können Inhalte anderer LinkedIn-Nutzer sehen. Auf diese Weise kann eine viel höhere Reichweite für Beiträge generiert werden.

Auf LinkedIn tummeln sich viele Experten – das solltest du für dich und dein Unternehmen nutzen. Sei aktiv und nutze die Plattform, um Beiträge über dein Unternehmen zu veröffentlichen. Aber vor allem: Animiere deine Mitarbeiter dort aktiv zu sein. Der Post deiner Teilzeit-Mitarbeiterin, die im modernen Mutter-Kind-Büro arbeitet und ein Foto von dort postet, ist mehr wert, als jede Werbekampagne.

Facebook: Der Wandel vom aktiven Netzwerk zum passiveren Informationskanal

Social-Media-Update_post“Verlinke einen Freund, der dir ein Bier ausgeben muss!” – Sicherlich hast du sie auch schon bemerkt, die Facebook-Posts, auf denen zum Verlinken eines Freundes aufgerufen wird? “Die nerven total!”, kommentierte neulich eine Freundin. Das stimmt – aber sie zeigen sehr deutlich, wie Facebook heute genutzt wird: Facebook ist längst nicht mehr das persönliche Netzwerk, das genutzt wird um mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Heute ist Facebook viel mehr: Die Möglichkeit up-to-date zu bleiben. Facebook wird mittlerweile weniger genutzt, um mit all seinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Facebook bietet viel mehr die Möglichkeit, sich über das aktuelle Tagesgeschehen zu informieren: Welche Veranstaltungen finden heute in meiner Nähe statt? In welchem Geschäft gibt es gerade einen Sale? Wo sind meine Freunde gerade unterwegs?

Und gleichzeitig findet immer mehr Interaktion in Facebook Gruppen statt: Hier findet man Gleichgesinnte zu vielen (Fach-)Themen, kann sich untereinander austauschen und Antworten finden. Die Kommunikation hat also immer noch einen sehr hohen Stellenwert – aber eben nicht mehr nur mit den eigenen Kontakten. Sondern mit der ganzen Welt. Facebook ist zu einer Art “sozialem Lexikon” geworden.

Twitter: Wie man durch Zuhören und Mitreden sein Image aufbaut

Twitter ist ein genialer Kanal, um dein Arbeitgeberimage aufzubauen. Allerdings braucht es hier vor allem eins: Zeit. Denn wer auf Twitter sichtbar sein will, der muss jeden Tag aufs neue aktiv werden. Und aktiv sein meint nicht nur, selbst Tweets posten und auf andere Tweets reagieren – auch das beobachten von Hashtags ist wichtig. Das sogenannte “Monitoring” bedeutet, dass du für dein Unternehmen relevante Hashtags jeden Tag beobachtest, mitliest, bei Diskussionen fleißig twitterst und dir auf diese Weise eine Sichtbarkeit unter genau diesen Hashtags aufbaust.

Natürlich macht das nicht für jeden Betrieb Sinn. Twitter ist eine sehr spezielle Plattform und nicht jede Zielgruppe ist dort zu finden. Aber gerade, wenn du Mitarbeiter für deine IT, das Marketing oder Business Development suchst, findest du sie womöglich hier. Ein Beispiel: Du arbeitest in einem KMU aus der Industrie. Du suchst frische Kandidaten für deine Marketing- und eCommerce-Abteilungen, hast aber das Problem, dass die sich nicht bei dir bewerben, weil sie dich nicht kennen. Dann überlege dir: Was wird Teil der Arbeit sein, die sie bei dir machen werden? Und gibt es dazu bereits einen aktiven Hashtag? Beispielsweise #SocialMediaMarketing oder #eCommerce, um es mal einfach zu machen. Nun schau dir an, was unter diesen Hashtags passiert. Worüber wird diskutiert? Und traue dich mitzureden. Indem du auf diesem Medium zu diesem Thema aktiv bist, werden Menschen und potentielle Kandidaten auf dich aufmerksam.

Übrigens kannst du auf diese Weise auch Kandidaten finden. Wie das geht, erzählt Panos Meyer, der Geschäftsführer der Digital-Agentur CELLULAR, im Podcast “Improve Communications”.

Trial and Error: Keine Strategie ist allgemeingültig

Natürlich passen nicht jeder Kanal und jede Idee zu deinem Unternehmen. Wichtig ist aber, dass du kontinuierlich ausprobierst und alle Kanäle im Auge behältst. Nur du kannst auswerten, was für deine Ziele am besten funktioniert – dafür muss man ab und an auch mal mutig sein, trau dich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.