Personalmarketing mit Jodel: Studenten gezielt ansprechen

Man muss nicht auf jeden Zug aufspringen, aber man sollte jeden Zug kennen!

(Werbung, weil unsere Empfehlung) Als die Messenger-App Snapchat vor drei Jahren in Deutschland ihren Hype erlebt hat, haben Melanie und ich viele Vorträge und Talks zum Thema Snapchat gehalten. Immer wieder wurden wir dabei auch nach unserer Meinung zu der App gefragt – dabei schwang immer die Frage mit, ob es denn zwingend notwendig sei, sich immer mit jeder neuen App und jedem neuen Netzwerk zu beschäftigen? Schließlich sind gerade HRler und Personaler oft eine One-man-Show und haben gar nicht die Zeit dafür. Unsere Antwort darauf war immer: Nein, man muss nicht auf jeden Zug aufspringen und nicht jede neue App nutzen. Aber man sollte zumindest wissen, wie sie funktioniert und was damit möglich sein könnte. Denn andernfalls verliert man womöglich die Chance, eine Zielgruppe besonders effektiv anzusprechen. Denn in dem enorm großen Angebot an sozialen Netzwerken und Apps, die man heute nutzen kann, hat jede ihre eigene Zielgruppe. So zum Beispiel auch Jodel. Was genau man im Personalmarketing mit Jodel machen kann, erklären wir hier.

Jodel als Instrument für Dein Hochschulmarketing

Jodel ist eine App, die überwiegend von Studenten genutzt wird. Sie funktioniert wie ein soziales Netzwerk: Es können Texte, Videos und Fotos geteilt werden – das nennt sich dann “jodeln”. Und es kann auch auf die Beiträge anderer “Jodler” reagiert werden. Das Besondere: Jodel funktioniert ohne öffentliche Profile. Und noch spannender: Jodel ist das einzige soziale Netzwerk, das Menschen auf lokaler Ebene vernetzt. Das bedeutet, Beiträge sind nur in einem Radius von 10 Kilometern zu sehen. Es gibt also keine Freunde und Follower, wie in anderen Netzwerken. Was zählt, ist nur der Content. Kenntlich ist nur, wann und wo der Jodel veröffentlicht wurde. Kennzeichnungen wie “Nah” und “sehr nah” oder ein Ortsname zeigen, wo der Jodel herkommt. Gleichzeitig kann man die Beiträge bewerten: Es gibt einen Pfeil nach oben und einen Pfeil nach unten. Jodler sprechen von “upvoten” und “downvoten”. Warum sollte man die Beiträge von anderen Menschen bewerten? Das ist eine weitere Besonderheit von Jodel: Es gibt “Karmapunkte”, wenn der Beitrag vielen Menschen gefällt. Gefällt er nicht, verliert man Punkte. Gejodelt wird zu allem und nichts – aus dem Hörsaal, dem Büro oder dem WG-Wohnzimmer. Alles, was die junge Zielgruppe bewegt, findet sich hier.

Studenten gesucht? Jodel steigert deine Reichweite!

Personalmarketing-mit-Jodel-Beispiel

Auch Themen rund um Job & Bewerbung finden auf Jodel eine Plattform.

Klingt nicht spannend für dich? Ist es aber – versprochen! Sicher kennst du die Situation, dass ein großes Projekt vor der Tür steht und die personellen Ressourcen sind knapp. Vor allem in der Vorweihnachtszeit. In diesem Fall stellt man gerne einen – oder mehrere – Werkstudenten ein, um Abhilfe zu schaffen und den Workload zu entlasten. In den wenigsten Fällen gibt es in Unternehmen aber einen Pool aus Studenten, die in solchen Fällen aus dem Ärmel gezaubert werden können. Also muss eine Anzeige her. Aber wo platziert man die am effektivsten, damit sie auch sofort Studenten erreicht? Die Antwort lautet – und ja, du wirst lachen – auf Jodel.

Jodel hat mittlerweile über eine Million aktive Nutzer unter 35 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das klingt wenig? Ist es aber nicht – im vergangenen Wintersemester gab es in Deutschland, der Schweiz und Österreich knapp 3,5 Millionen Studenten. Davon nutzt rund ein Drittel die App Jodel. Unternehmen, die junge Menschen ansprechen wollen, sollten sich die App also unbedingt mal anschauen.

Personalmarketing-mit-Jodel-StepStone

Spannend ist nicht nur die App selbst, sondern auch die Werbemöglichkeiten, die sich dort bieten. Seit wenigen Monaten kann dort nämlich auch Werbung geschaltet werden. Jodel behält sich dabei allerdings das Recht vor zu bestimmen, wie viele Werbeanzeigen zwischen den einzelnen Beiträgen auftauchen. Gleichzeitig wurden auch ab und an schon einmal Anzeigen abgelehnt, die vom Look und Wording nicht zum Medium passten. “Jodel ist ein sehr junges Netzwerk und hat auch seine eigene Sprache. Die Werbung, die wir zulassen, sollte auch zu diesem Medium passen”, sagt Tim Schmitz, Co-Gründer von Jodel. Diese Auswahlkriterien bedeuten für werbende Unternehmen aktuell, dass die Reichweite enorm groß ist – denn es gibt wenig Konkurrenz-Werbung. 

 

Eine weitere Besonderheit an den Werbeanzeigen auf Jodel ist, dass sie – im Vergleich zu anderen Plattformen – sehr viel Interaktion seitens der jungen Zielgruppe bekommen. Das sieht man zum Beispiel an der kleinen Zahl oben links, die angibt, wie oft der Beitrag von Usern mit anderen geteilt wurde. Tim erklärt sich das dadurch, dass Jodel insgesamt ein sehr interaktives Netzwerk ist. Das kann auch daran liegen, dass hier der Austausch im Vordergrund steht – ohne Profilbild und Namen oder Hintergrundinformationen zum Autor (Jodler) liegt der Fokus auf den Inhalten. Das gilt auch für die Werbeformen.

Wie Personalmarketing mit Jodel aussehen kann:

Personalmarketing-mit-Jodel-Litfaßsäule

Aber es ist nicht die klassische Werbeanzeige, die mich hier begeistert. Während unseres Gesprächs zeigt mir Tim ein Werbeformat, das aktuell noch in der Testphase ist: Die digitale Litfaßsäule. Vorstellen kann man sich das ungefähr wie eBay-Kleinanzeigen – nur sehr viel aufmerksamkeitsstärker. Dieses Format gibt Privatpersonen – und bald auch Unternehmen – die Möglichkeit, einen Jodel zu sponsern. Das heißt, der Beitrag wird dann je nach Wahl für eine, zwei oder fünf Stunden immer als jeweils vierter Beitrag im Stream angezeigt. Sieht aber ganz genauso aus, wie ein normaler Post. Das Besondere: In diesem gebuchten Zeitraum kann im Umkreis von 10 Kilometern kein anderer die digitale Litfaßsäule buchen. Auf diese Weise ist eine große Aufmerksamkeit garantiert. Um zu verdeutlichen, wie das System auch im Personalmarketing funktionieren kann, lasse ich nun Jodel sprechen.

Diesen Jodel hat Tim für seine Eltern, die in ihrem Betrieb Frontend Entwickler suchten, über die digitale Litfaßsäule gepusht. Was dann passierte und ob darauf überhaupt Reaktion kam, liest du am besten selbst:

Du musst nicht jeden Zug nutzen – aber du solltest ihn kennen!

Um auf mein Zitat vom Anfang zurück zu kommen: Natürlich muss man jetzt nicht komplett von Facebook auf Jodel umsatteln oder die Personalmarketing-Strategie umwälzen. Es genügt vollkommen, sich die App herunterzuladen und sich damit zu beschäftigt, was dort passiert. Denn selbst, wenn sie für dein Personalmarketing nicht relevant ist, bietet sie dir doch etwas sehr wertvolles an: Informationen über die Themen, welche die junge Zielgruppe bewegen und auch über die Sprache, die sie spricht. Und das wiederum solltest du dann unbedingt nutzen – denn nur, wenn du die Sprache der Zielgruppe sprichst, kannst du sie auch erreichen. 

PS: Wir arbeiten nicht mit Jodel zusammen und werden für diesen Beitrag nicht gesponsert. Wir sind aber Fan der Möglichkeiten, die sich hier bieten 😉 Falls du mehr wissen oder Kontakt mit Jodel aufnehmen möchtest, kannst du das hier tun.

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