Instagram und Arbeitgeber – wie eine Agentur Instagram intern nutzt

Anfang Januar durften wir dem Radiosender DLF Nova ein kurzes Interview zum Thema “Instagram und Arbeitgeber” geben. Danach hat sich Philipp Hormel von der Agentur Quäntchen und Glück bei uns gemeldet und uns erzählt, dass in der Agentur Instagram nicht nur als externer Kanal genutzt wird. Quäntchen und Glück hat neben dem öffentlichen Kanal auch noch einen geschlossenen – der nur intern genutzt wird. Hier, so hat Philipp berichtet, haben die Mitarbeiter der Agentur die Möglichkeit, dem Arbeitsalltag der Agentur zu folgen, selbst wenn sie aktuell nicht im Büro sind. Das fanden wir spannend und wollten gerne mehr wissen. Deswegen haben wir Philipp ein paar Fragen dazu gestellt, wie und warum dieser interne Account genutzt wird. An dieser Stelle Danke an Philipp für die tollen Insights!

Erklär mal, was „Quäntchen-TV“ eigentlich ist?

Unser „quäntchen TV“ ist ein geschlossener Instagram-Account, der nur für Mitarbeiter*innen von quäntchen + glück zugänglich ist. Diesen benutzen wir, um via Instagram-Posts und dem Story-Format unsere Kolleg*innen über unseren Arbeitsalltag auf dem Laufenden zu halten. Denn: Viele quäntchen sind nicht montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr im Büro, sondern arbeiten an ganz unterschiedlichen Orten. Unterwegs in der Bahn, aus dem Homeoffice oder direkt vor Ort bei unseren Kund*innen. Der Instagram-Kanal bietet uns die Möglichkeit, Interessantes super einfach zu teilen, ohne großen Aufwand. Der Instagram-Kanal ist für uns eine super Ergänzung zu unserem primären Kommunikationskanal „Slack“. Instagram ermöglicht es, von überall aus zu den Kolleg*innen zu sprechen. Genau, als ob sie in einem Raum vor ihnen stünden.

Woher rührt die Entscheidung, dass der Instagram Kanal nur intern genutzt wird?

Die Idee, diesen Instagram-Kanal zu erschaffen, kam uns in einer Session während unseres Schontags, unserem wöchentlichen internen Barcamp (Link zum Schontag). Meine Kollegen Kersten und Jan standen vor einer inspirierenden Reise nach Israel und baten um Feedback: Was erwartet ihr als Kolleg*innen von uns, wenn wir für quäntchen + glück vor Ort in die Startup- und Digitalszene eintauchen. Da lag die Idee nahe: So wie andere Menschen privat von ihren Reisen berichten, könnten sie es auch tun.

Der Instagram-Kanal bietet uns die Möglichkeit, Interessantes super einfach zu teilen, ohne großen Aufwand.

Gesagt getan. Account angelegt, alle Kolleg*innen freigeschaltet und schon konnte die Reise beginnen. So konnten alle Mitarbeiter*innen mitreisen und täglich erfahren, was die beiden gelernt, wen sie getroffen und was sie erlebt haben. Vorteil für Kersten und Jan: Dadurch, dass der Account privat ist, sank die Hemmung, direkt in die Kamera zu sprechen und frei ihre Erlebnisse zu teilen.

Was ist die Zielsetzung und wie wird der Kanal angenommen?

Ein kleiner Einblick in das interne Instagram-Profil von quäntchen + glück

Eine klar definierte Zielsetzung für den Account gibt es nicht. Die Nutzung hängt wie bei allen anderen Kommunikationstools davon ab, wie die Mitarbeiter*innen sie einsetzen. Dass der interne Instagram-Channel sehr gut ankam, haben wir direkt in der ersten Woche gemerkt. Kersten und Jan haben nicht nur täglich aus Israel berichtet, sondern andere MItarbeiter*innen sind direkt ihrem Vorbild gefolgt und haben den Account auf ihre Weise genutzt.

Meine Kollegin Anna und ich haben von unserem Talk auf der re:publica den Daheimgebliebenen berichtet. Andere teilten ihre Erkenntnisse aus Kunden-Workshops. Gemeinsam haben wir unsere montägliche Willkommens- und Feedbackrunde für alle Mitarbeiter*innen, die nicht teilnehmen konnten, per Instagram-Livestream übertragen. Meine Kollegin Theresa hat neulich einen Co-Working-Inkubator besucht und uns dabei per Insta-Story mitgenommen und erklärt, was dort gut funktioniert und was wir bei uns besser machen können. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und ändern sich auch immer wieder. Mit manchen Einsätzen, wie etwa dem zuvor genannten Livestream, haben wir auch wieder aufgehört.

Seit dem super Start wird der Kanal regelmäßig genutzt. Zum Beispiel auch innerhalb unserer eigenen Workshops. Der Kanal hat uns dabei geholfen, zu üben, wie wir quäntchen + glück in 30 Sekunden vorstellen. Jede*r Mitarbeiter*in hat ein Instagram-Video von sich gedreht, in dem quäntchen + glück vorgestellt wurde. Die Videos wurden als Post veröffentlicht und alle konnten so voneinander lernen.

Wer pflegt den Kanal?

Alle Mitarbeiter*innen haben Zugang zum Account und können eigenständig Inhalte veröffentlichen. So können auch Mitarbeiter*innen, die keinen privaten Instagram-Account haben, jederzeit auf die Inhalte zugreifen. Es ist also niemand verpflichtet, einen privaten Instagram-Account zu betreiben, um an die Informationen zu kommen. Gleichzeitig gibt es keine Pflicht, den Kanal zu nutzen. Gerade weil ich damit so kreativ und frei umgehen kann, es keine Content-Strategie oder feste Regeln gibt, finde ich den Instagram-Account so spannend.

Instagram_und_Arbeitgeber
Bei quäntchen + glück hat jeder Mitarbeiter Zugriff auf den Account und darf berichten.

Was unterscheidet diesen inhaltlich von öffentlichen Kanälen? Q und G hat ja auch einen öffentlichen Kanal, warum also werden zwei gepflegt?

Unser „Quäntchen TV“-Kanal ist nur für interne Zwecke vorgesehen und enthält viel mehr Persönliches und Projektinternes. Den öffentlichen @qundg-Instagram-Account nutzen wir, um zu zeigen, wie wir arbeiten, welche Methoden wir einsetzen und was uns so beschäftigt. Auch auf unseren öffentlichen qundg-Account haben alle Kolleg*innen Zugriff und können Inhalte veröffentlichen. Die Hürde dies zu tun, ist aber natürlich höher.

Wir haben auf DLF und auch im Blog viel über die Nutzung von privaten Kanälen mit Unternehmensnachrichten gesprochen. Welche Einstellung hast du selbst dazu? Du bist ja auch auf verschiedenen Netzwerken aktiv – berichtest du über deinen Job?

Ich persönlich berichte auf meinem persönlichen Kanal durchaus auch über meine geschäftlichen Aktivitäten. Aber man kommt nicht daran vorbei, mitzubekommen, wo ich arbeite und welche Themen mich beschäftigen. Meine Kolleg*innen machen es ähnlich, denn die persönlichen Netzwerke der Mitarbeiter*innen sind ebenfalls ein wichtiger Touchpoint, der quäntchen + glück sichtbar und interessant macht. Sowohl für neue Mitarbeiter*innen als auch für potentielle Kund*innen. Es ist aber natürlich jedem freigestellt, wie man selbst damit umgeht und welche Informationen man teilt. Auch dafür gibt es keine Content-Strategie, sondern unser Vertrauen auf Eigeninitiative und Verantwortung.

Infos zu Philipp findet ihr übrigens hier oder auch hier.

2 thoughts on “Instagram und Arbeitgeber – wie eine Agentur Instagram intern nutzt”

  1. Hi,

    wie schaut es denn zum Thema DSGVO aus? Insta speichert ja auch außerhalb Deutschlands und der EU und es werden personenbezogene Daten verarbeitet? Die Insta-Leute haben doch nicht wirklich eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung mit Euch geschlossen, oder?
    Wie habt Ihr dieses Dilemma gelöst?

    LG,

    Dirk

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