Wie füllt man das Sommerloch: Follow me around

Wie man seinen Redaktionsplan während des berühmt-berüchtigten Sommerlochs ganz einfach mit spannendem Content füllen kann, haben wir bereits vor ein paar Wochen am Beispiel des “Frag den Chef”-Formats erklärt. Nun hat ja nicht jeder Betrieb einen Chef, der sich gerne vor die Kamera setzt und wortgewandt den Fragen der Fans standhält. Und vielleicht ist der Chef auch selbst während der Sommertage im Urlaub und steht nicht zur Verfügung – was dann? Wie wäre es denn, wenn Du Deine Mitarbeiter in die Content Produktion miteinbindest – zum Beispiel mit einem Follow me around?

Follow me around – Ja, aber wohin soll ich denn folgen?

Der Begriff Follow me around – kurz “FMA” – wurde geprägt durch YouTuber und Blogger, die in ihren Videos ihre Community in ihren Alltag, ihren Urlaub oder bestimmte Events mitnehmen. Die Follower können ihnen also digital folgen und sehen, was sie erleben. Vor allem Reise- und Modeblogger nutzen diese Form der Videos, um die Umgebung und Locations zu präsentieren.

Mittlerweile – seit es auf Instagram und Snapchat die Möglichkeit gibt, Stories zu posten – besteht der Großteil des Contents von Influencern, aus diesen “Follow me arounds”. Durch die Story-Funktion und die Möglichkeit, überall kurze Videosequenzen und Fotos hochzuladen, wird man als Follower heute unmittelbar überall hin mitgenommen. Man kann gleichzeitig Dagi Bee beim Beautyworkshop, die Lochis beim Fallschirmspringen oder Toni Kroos (mit über 17 Millionen Fans auf Instagram einer der beliebtesten deutschen Influencer) in den Mannschaftsbus begleiten.

Und was hat das jetzt mit Personalmarketing zu tun?

Auf einer Marketing-Konferenz vor einigen Wochen hat ein Speaker gesagt: “Menschen sind nicht mehr empfänglich für normale Werbung. Menschen wollen begeistert werden.” Und sicher kennst Du das von Dir selber: Begeistert ist man von guten Geschichten. Und gute Geschichten über Dein Unternehmen kannst Du zum Beispiel von deinen Mitarbeitern erzählen lassen: In einem Follow-me-around-Video.

Kurz gesagt: Du stellst einem Deiner Mitarbeiter ein Smartphone zur Verfügung und lässt ihn einen Tag aus seinem Arbeitsalltag berichten. Auf diese Weise haben interessierte Kandidaten einen ganz neuen Einblick in Dein Unternehmen. Einen Einblick, den man sonst erst bekommt, wenn man den Arbeitsvertrag unterschrieben hat. Stell Dir mal vor, was für neue Möglichkeiten Du damit bekommst, Dein Unternehmen noch besser zu präsentieren.

Und wie geht das jetzt, Kamera an und los, oder wie?

Wichtig ist an dieser Stelle zunächst einmal die Überlegung, welche Stelle(n) Du prioritär besetzen und bewerben möchtest. Denn auf dieser Grundlage kannst Du dann entscheiden, welchen Mitarbeiter Du Dir für diese Aufgabe aussuchst.

Überlege Dir danach, wo Du die meisten Kandidaten für diese Position finden würdest. Geht es eher um Azubis? Dann ist sicherlich Instagram ein geeigneter Kanal. Geht es eher um Fachkräfte mit Berufserfahrung? Dann machen Facebook und YouTube mehr Sinn. Je nachdem welchen Kanal du wählst, muss natürlich auch das Format angepasst werden. Bei Instagram können über die Story-Funktion die Videosequenzen natürlich direkt live hochgeladen werden – für ein YouTube-Video müssen sie noch zusammengeschnitten werden.

Hast du Dich für einen Mitarbeiter oder Mitarbeiterin und einen Kanal entschieden, kann es schon fast losgehen. Am besten macht ihr euch gemeinsam Gedanken darüber, wie die Videos und Fotos, die während des Arbeitstages aufgenommen werden sollen, gestaltet. Erstellt am besten gemeinsam eine “Do’s and Dont’s”-Liste. Was darf er auf keinen Fall fotografieren? Welche Informationen dürfen nicht weitergegeben werden, beispielsweise Infos zu Innovationen? Wenn ihr gemeinsam seinen Arbeitsalltag durchgespielt habt, fallen euch da sicherlich jede Menge Beispiele mehr ein. Aber keine Sorge – selbst wenn man bei Instagram Videos direkt live hochladen kann – man kann alles auch ohne Probleme direkt wieder löschen. Am besten bleiben Du und Dein Mitarbeiter über diesen Tag in engem Kontakt.

Und wer guckt sich das am Ende an, das Follow me around?

Du wirst Dich am Ende wundern, wie viele Zuschauer Du mit diesem Content tatsächlich ansprichst. Je nachdem, wie viel Spaß Dein Mitarbeiter vor der Kamera hat, wirst Du sicherlich auch einige Fans dazu gewinnen, nicht zuletzt aus dem Freundeskreis des Kollegen 😉 Am wichtigsten ist aber, dass Du einen authentischen und spannenden Einblick in Dein Unternehmen geben kannst. Und der ist auf jeden Fall einzigartig.

 

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