HR Excellence Awards – Oder: Wie mich ein Adapter in meine (Alb-)Träume verfolgte

Um diesen Text mit der Überschrift verbinden zu können – Profis würden sagen: Um die Text-Bild-Schere zu schließen – muss ich einen kurzen persönlichen Fakt über mich verraten. Ich bin und war schon immer ein sehr visueller Mensch: Fotografie, Bildbearbeitung und Skizzen prägen meine Welt. Nicht nur im Arbeitsalltag – auch privat. Ich halte grundsätzlich alles auf Fotos fest, snappe und instagramme wie ein Weltmeister und wenn ich Ideen habe, werden sie erst mal aufgemalt. Melanie kann da ein Lied von singen 😉

So passiert es dann auch des Öfteren, dass ich prägnante Erlebnisse, Situationen und auch Ängste mit in meine Träume nehme und sie dort zu Bildern und Geschichten verarbeitet. So passiert in diesem Jahr kurz vor den HR Excellence Awards, zu denen wir für REWE mit einem gemeinsamen Projekt von Melanie und mir nominiert wurde.

Melanie hat euch ja bereits in ihrem Beitrag schon über ihre Erfahrungen als Jurymitglied berichtet. Für mich als Präsentierende sah der Tag – und auch die Tage davor – ein wenig anders aus. Anders als Melanie war ich seit dem Tag, an dem wir nominiert wurden, nur auf den Tag der Award-Verleihung fokussiert. Denn ab der Nominierung heißt es: Präsentation vorbereiten. Und da die Vorgaben hier sehr streng sind – eine Minute Vorbereitungszeit, acht Minuten Präsentationszeit, acht Minuten um Fragen zu beantworten – will die Planung auf die Minute genau sein. So heißt es vorher abwägen, was nehme ich in meine Präsentation mit auf, was erzähle ich auf der Tonspur? Welche Infos sind wichtig, welche sind bloß „nice to have“? Binde ich ein Video ein – reicht die Zeit? Unzählige Stunden haben wir neben der Stoppuhr verbracht um die genaue Zeit zu üben. Wir habe unsere Texte auswendig gelernt und uns Schlüsselworte markiert, um die Zeit genau einzuteilen.

Flug verpasst und Adapter vergessen

 Am Tag vor dem großen Tag war dann die Aufregung so groß, dass ich in meinen Träumen den Flug nach Berlin verpasste und den notwendigen Adapter für den PC vergaß, sodass wir nicht präsentieren konnten. Den Flug habe ich dann aber doch bekommen – den Adapter habe ich tatsächlich vergessen.

So – mehr oder weniger – vorbereitet schlug ich gegen Mittag, eine halbe Stunde vor dem Termin der Präsentation, in der Location auf. Dort traf ich auf Melanie und gemeinsam hatten wir Zeit, den Vortrag nochmals durchzugehen. Als wir vor dem Raum, in dem wir präsentieren sollten, auf die Raumpatin trafen, wurde mein Albtraum war: Wir hatten tatsächlich den Adapter für den PC vergessen. Aber keine Panik – Dank der guten Ausstattung der Räume und der sehr guten Orga hat am Ende doch alles funktioniert.

Long story short: Wir haben die Präsentation gut hinter uns gebracht, konnten uns auch den Fachfragen stellen. Danach hieß es warten auf die Gala am Abend, auf der die Gewinner verkündet werden. Da ich Melanie nach der Präsentation wieder an die Jury abgeben musste, habe ich den Tag alleine verbracht und mich mit Arbeit abgelenkt.

Der Showdown – oder: Wenn Personaler richtig abgehen

Die Gala aka Award-Verleihung fand im Tipi am Kanzleramt statt. Dort wurden dann, in glamouröser Atmosphäre, die Sieger der einzelnen Kategorien verkündet. Für uns hat es in diesem Jahr in der Kategorie „Active Sourcing und Social Media Recruiting“ leider nicht ganz gereicht. Allerdings war es für den Tag schon Belohnung genug, mit den anderen Siegern zu feiern. Denn Personaler können das, entgegen vielen Vorurteile, richtig gut.

Im Nachgang haben mich viele gefragt: Und, seid ihr sehr enttäuscht? Darauf gibt es nach monatelanger Vorbereitung natürlich nur eine Antwort: Ja sicher! Aber wenn man die Enttäuschung ein, zwei Tage sacken lässt, dann ist auch allein die Nominierung schon ein toller Erfolg für unser Projekt. Und man braucht ja weiterhin Ziele, auf die man hinarbeiten kann. 😉

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