Let’s go viral – Reichweite braucht keinen teuren Content

Ist bei dir im Büro die aktuelle Erkältungswelle auch schon angekommen? Meistens läuft das ja in drei Stufen ab: 1. Jemand kommt damit an, 2. man denkt sich noch “Och nöö, das brauch ich jetzt echt nicht!” und 3. plötzlich hat es jeder. Keine Sorge – wir sind nicht unter die Mediziner gegangen. 😉 Aber dieses Beispiel erklärt ein Online-Phänomen ziemlich perfekt: Das Viral.

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Was ist eigentlich ein Viral?

Ein schönes aktuelles Beispiel dafür sind z.B. die GroKo-Sondierungsgespräche vor einiger Zeit. Auf Twitter haben sich haufenweise Tweets zum Thema unter dem Hashtag #GroKo gesammelt. Wenn ein Hashtag oder ein Beitrag besonders viel Beachtung findet, innerhalb kurzer Zeit die Nutzerzahlen für dieses Hashtag in die Höhe steigen, dann nennt man das ein „Viral“.  Der Vergleich mit einer Erkältungswelle ist dabei auch gar nicht so abwegig – denn das ursprüngliche Begriff „to go viral“ (engl. Für „viral gehen“) beschreibt eigentlich eine Virusinfektion. Wenn sich also etwas virusartig – oder auch explosionsartig schnell – im Netz verbreitet, dann ist das ein sogenanntes Viral.

Wie der Bewerbungs-Aufruf der Glaserei Sterz aus Niedersachen. Hier spricht der Chef persönlich potentielle Azubis an und verspricht Bonuszahlungen für erfolgreiche Zwischen- und Abschlussprüfungen. Mittlerweile hat das etwas 60-sekündige Video über 2 Millionen Aufrufe und wurde über 21.000 mal geteilt.

Bekannte deutsche Virals aus der Vergangenheit

Das Besondere daran ist, dass mit dieser explosionsartigen Verbreitung natürlich auch eine unglaubliche Reichweite einhergeht. Kostenlose Reichweite – denn in der Regel lässt sich ein Viral nicht vorausplanen. Es entsteht

  • entweder weil es gerade den Nerv der Zeit trifft (vielleicht erinnerst du dich noch an das „One day, Baby“-Video vom Poetry Slam mit Julia Engelmann);
  • oder weil es zu einem aktuellen Thema besonders viele Meinungen gibt – wie zum Beispiel die #GroKo;
  • weil ein Thema besonders emotional ist und viele Menschen anspricht – vielleicht erinnerst du dich an diesen Tweet von Barack Obama im letzten Jahr;

    • oder weil ein Thema gerade viele Menschen begeistert – wie das Beispiel der Stadtreinigung Hamburg zeigt:

Virals im Personalmarketing – möglich oder eher nicht?

Richtig eingesetzt, lässt sich mit einem Viral also eine Botschaft besonders schnell und einfach an eine besonders große Zielgruppe transportieren. Eigentlich das perfekte Instrument für deine nächste Stellenanzeige, oder? Wenn du jetzt sagst, dass sich das Personalmarketing oder Stellenanzeigen dafür nicht eignen, weil sie nicht kreativ, spannend oder lustig genug sind, dann haben beweisen wir dir jetzt das Gegenteil.

Die Kollegen von True Fruits haben das Thema nämlich verstanden – mit frechen Kommentaren und provokativen Slogans haben sie schon mehrfach für Aufmerksamkeit gesorgt. Vergangene Woche wurde auf Facebook von den Social Media Kollegen von True Fruits ein Stellenangebot für einen neuen Grafiker gepostet, das mit allen Klischees einer schlechten Grafik spielt, die es gibt. Die Stellenanzeige hat innerhalb einer Woche mehr als 5.000 Likes, 300 Shares und 1.700 Kommentaren erreicht – aber nicht nur das: Das Netz hat sich inspirieren lassen und in den unterschiedlichsten Formen auf die Stellenanzeige reagiert – Reichweite, die man nicht bezahlen kann. Eine schöne Zusammenfassung zu den Reaktionen gibt es übrigens hier – einen Blick auf das Posting hier: 

Und, was meinst du – hast du schon eine Idee für deine nächste kreative Anzeige?

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