Recap: PANDA Digital Women Leadership Contest

Wenn 70 Frauen mit Führungserfahrung aus der Digitalbranche zusammentreffen, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Es wird zickig, laut und Machtkämpfe bestimmen die Gespräche oder
  2. es wird inspirierend, Frauen werden ermutigt und entwickeln gemeinsam neue Ideen.

Beim PANDA Digital Event hosted by Payback in München passiert Zweiteres. Im vergangenen Jahr habe ich (Maren) bereits einmal an diesem Netzwerk-Treffen Teilnehmen können. Und nach dem, was ich dort erlebt habe, kann ich nur jeder Frau in meinem Bekannten- und Freundeskreis empfehlen, diese Erfahrung auch einmal zu machen.

Im Juni diesen Jahres wird es die nächste Auflage geben – für alle, die noch überlegen teilzunehmen oder sich noch nicht über die Initiative PANDA informiert haben, habe ich hier zusammengefasst, was uns an diesem Tag erwartet hat.

Über den Tellerrand springen

Ja – der Volksmund formuliert es eigentlich „Über den Tellerrand blicken“. In diesem Fall passt „springen“ aber besser. Denn um sich ganz alleine für einen Tag mit 70 Frauen, die man nicht kennt, zu umgeben und sich gemeinsam unterschiedlichen Aufgaben zu stellen, braucht man schon ein wenig Mut. Es ist ein bisschen wie „ins kalte Wasser springen“ – zuerst hat man Respekt davor, weiß nicht so recht. Aber am Ende ist man stolz auf diese Erfahrung.

BIG DATA und Social Media

Nach der Begrüßung durch die Veranstalter und PANDA Gründer Isabelle Hoyer und Stuart Cameron wurden wir in Gruppen aufgeteilt, in denen wir unterschiedliche Challenges zu lösen bekamen. Dabei kam es darauf an, dass sich innerhalb der Gruppen Eigendynamiken entwickelten und jede Frau ihr eigenes Talent, Wissen und ihre Eigenschaften einbringen konnte. Dabei wurde jede Teilnehmerin nicht nur von ihren Mitstreiterinnen, sondern auch von den Vertretern der teilnehmenden Unternehmen genau beobachtet und bewertet. Letzteres in dem Sinne, als das nach jeder Challenge eine Feedback-Runde stattfand, in der sich jeder auf Augenhöhe Feedback geben konnte. Prämisse: Das Feedback ist positiv und konstruktiv formuliert.

Die Challenges drehten sich thematisch natürlich um unterschiedliche Themen aus dem Bereich Digitalisierung. Beispielsweise galt es sich in den Vorstand eines traditionsreichen Unternehmens herein zu denken und zu überlegen, ob die Einführung eines BIG Data Teams sinnvoll oder eher weniger sinnvoll wäre. Die Diskussion wurde anschließend in einer Debatte vor der großen Runde auszutragen.

Aber auch Social Media spielte eine Rolle. Zum Thema „Gleichberechtigte Bezahlung“ galt es eine Kampagne zu entwickeln, die auf die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen sollte. Unter dem Hashtag #genderpaygab sollte eine aufmerksamkeitsstarke Kampagne entwickelt und auch umgesetzt werden. Anschließend wurden Likes, Shares und Retweets summiert – die aufmerksamkeitsstärkste Idee gewann die Challenge.

Nach mehreren Challenges und spannenden Talks beim Mittagessen und Kaffee gab es auch unterschiedliche Vorträge – von Frauen für Frauen. Beispielsweise plauderte Delia Fischer, Gründerin des Online Shops Westwing, aus dem Nähkästchen und erzählte von der Gründung und Vermarktung ihres Unternehmens. Alles in allem also ein vollgepackter Tag, der mit Sicherheit nicht zu wenig Input hatte.

Am Ende des Tages war ich froh, das Handy mal aus der Hand legen zu können. Denn das ganze Event war schließlich als Challenge ausgelegt – nach jeder Feedback-Runde wurden per Online-Formular die Teilnehmer der eigenen Gruppe bewertet. So – und durch den permanenten Austausch auf Twitter und das Netzwerken über XING – hatte man das Handy ständig in der Hand. Das wird auch einem Digital Native irgendwann zu viel „Online“. 😉

Persönlich kann ich dieses Event und die Idee dahinter nur unterstützen. Nicht nur, dass man an einem Tag wahnsinnig viele tolle Frauen aus den unterschiedlichsten Bereichen kennen lernt. Man lernt auch eine Menge über sich selber. Wo sonst hat man die Chance, von Personen, die einen nicht kennen, Feedback zum eigenen Auftreten und Arbeiten zu bekommen? Ich habe mir vorgenommen, auf jeden Fall wieder dabei zu sein und – wer weiß – vielleicht trifft man sich dort ja mal? 😉

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